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Im Kino: „I, Frankenstein“

I, Frankenstein

Das Herz des Geschöpfes, das Dr. Viktor Frankenstein vor 200 Jahren erschaffen hat, schlägt noch immer. Inzwischen sind die vielen Narben auf dem Körper des ersten künstlichen Menschen verheilt. Er (oder es) kann sprechen, trägt einen modernen Kurzhaarschnitt und hört auf den passenden Namen Adam. Irgendwo in Europa bekämpfen sich zwei rivalisierende Dämonen-Clans in der Stadt Darkhaven und sehen die Unsterblichkeit Adams als den Schlüssel zum Sieg und die Weltherrschaft. So wird aus dem eigentlich doch tragischen Frankenstein-Wesen ein schnittiger Monster-Superheld (Aaron Eckhart) mit Kampfkunsterfahrung, der sich durch einen blutarmen 3D-Action-Film im Gothic-Horror-Ambiente prügeln muss. Schade. Denn eigentlich ist Adam noch immer auf der Suche nach einer Eva. „Man ist nur ein Monster, wenn man sich wie eins verhält“, versichert ihm die blonde, schöne Ärztin Terra, die seine aufgeplatzten Nähte wieder zusammen zurrt und sich ein bisschen in den traurigen Einzelgänger verliebt. Diese spannenden Ansätze in der Figurenentwicklung des einstigen Monsters gehen jedoch im ermüdenden Effektspektakel unter.

Text: Jörg Buttgereit

Foto: Ben King / 2013 LAKESHORE ENTERTAINMENT GROUP LLC AND LIONS GATE FILMS INC.

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „I, Frankenstein“ im Kino in Berlin

I, Frankenstein, USA/Australien 2014; Regie: Stuart Beattie; Darsteller: Aaron Eckhart (Adam), Bill Nighy (Naberius), Aden Young (Victor Frankenstein); 93 Minuten; FSK 12

Kinostart: 23. Januar

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