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Im Kino: „Ich bin Nummer Vier“

Ich bin Nummer Vier

Paradise heißt das Kaff, aber der Name trügt. Denn ein Paradies ist der kleine Ort in Ohio nicht für den jungen John Smith, einen von neun Überlebenden eines außerirdischen Volkes, die auf die Erde geflüchtet sind und selbst dort noch von den finsteren Mogadorianern gejagt werden. Immer auf der Flucht zu sein, macht es John unmöglich, ein ganz normales Leben zu führen. Und der Konflikt zwischen den unberechenbaren Anwandlungen eines Heranwachsenden und den Forderungen einer klandestinen Existenz macht D.J. Carusos „I Am Number Four“ zu einem recht reizvollen Hybrid aus Highschool-Teenager-Drama und Science-Fiction-Action-Kracher. Zumal alle Darsteller an der ernsthaften Charakterisierung ihrer Figuren selbst dann noch festhalten, wenn längst schon die Kollegen von der Special-Effects-Abteilung das Ruder übernommen haben. Die wiederum setzen den geforderten Computerkrawall gediegen in Szene. Das heißt, man kennt sich aus und kommt mit, statt von Schnittstakkato und Explosionslärm in den Stupor willenlosen Glotzens gezwungen zu werden. Das erledigt vielmehr die scharfe Braut in der knallengen, schwarzen Lederkluft, die da auf einer Ducati 848 durch die Gegend braust und aufs Angenehmste an die stolzen B-Pictures von dermaleinst erinnert.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Ich bin Nummer Vier“ im Kino in Berlin

Ich bin Nummer Vier (I Am Number Four), USA 2011; Regie: D.J. Caruso; Darsteller: Alex Pettyfer (John), Timothy Olyphant (Henri), Dianna Agron (Sarah); 109 Minuten; FSK 12

Kinostart: 17. März

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