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Im Kino: „Ich darf nicht schlafen“

Ich darf nicht schlafen

Nicole Kidman gibt hier die verunsicherte Protagonistin, die seit einem mysteriösen Unfall an Gedächtnisverlust leidet. Ähnlich wie einst Guy Pearce in „Memento“ muss sie jeden Morgen aufs Neue lernen, wer sie ist und dass der Mann an ihrer Bettseite – Colin Firth – ihr Ehepartner ist. Dank einer Videokamera, die ihr ein wohlmeinender Arzt ohne Wissen des überfürsorglichen Partners zusteckt, fügt sie die Puzzleteile ihrer Vergangenheit zusammen und stößt auf Ungereimtheiten. Regisseur Rowan Joffй inszeniert seine Krimi-Verfilmung zweckdienlich und anfangs mit viel Sinn für leises Unbehagen. Je mehr sich aber das Geheimnis lichtet, desto unwahrscheinlicher wirken tragende Story-Elemente und häufen sich Genreklischees wie der Showdown im Flur eines „Shining“-artigen Gruselhotels. So endet die Selbstsuche sonderbar unstimmig.

Text: Ulrike Rechel

Foto: 2014 Sony Pictures Releasing GmbH

Orte und Zeiten: „Ich darf nicht schlafen“ im Kino in Berlin

Ich darf nicht schlafen (Before I Go To Sleep), Großbritannien 2014; Regie: Rowan Joffe; Darsteller: Nicole Kidman (Christine Lucas), Colin Firth (Ben Lucas); 92 Min.

Kinostart: Do, 13. November 2014

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