Kino & Stream

Im Kino: „Ich und Kaminski“

Ich und Kaminski

Der Volksmund weiß: Der Esel nennt sich immer zuerst. Mit ?einem von ihnen hat man es im Film von Wolfgang Becker („Goodbye Lenin“) zu tun. Er heißt Sebastian Zöllner (Daniel Brühl), und geht davon aus, ?mit einer Biografie über den ?Maler Manuel Kaminski (Jesper ?Christensen) endlich als das erkannt zu werden, was er ist: relevant. Davor hat sich der Kunstjournalist eher mit Kleckereien begnügt, die schicke Wohnung hat die erfolgreichere Freundin besorgt. Es sind die sehr späten Neunziger und Zöllner muss jetzt ran, oder besser: hin. Zu Kaminski, der seinen Alterssitz in die Alpen verlegt hat. Das klingt wie eine vergnügliche Geschichte – sie entstammt der Feder Daniel Kehlmanns, der 2003 sein gleichnamiges Buch vorgelegt hat – und hin und wieder findet jene Komik auch Eingang in Beckers Film. Aber da ist noch viel mehr: Erotisches und Existenzielles, Besserwisserisches, Banales. All das, was in dieser Zöllner-Figur enthalten ist – in der filmischen Umsetzung jedoch nicht ausreichend gut zusammenkommt.

Text: Carolin Weidner

Foto: X Verleih / GORDON Photography

Orte und Zeiten: „Ich und Kaminski“ im Kino in Berlin

Ich und Kaminski, Deutschland/Belgien 2015; Regie: Wolfgang Becker; ?Darsteller: Daniel Brühl (Sebastian Zöllner), Jesper Christensen (Manuel Kaminski), Amira Casar (Miriam Kaminski); ?120 Minuten

Kinostart: Do, 17. September 2015

Mehr über Cookies erfahren