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Im Kino: „Igor Caruso – Ein Portät“

Oftmals dienen filmische Porträts der Aufklärung über Wesen und Wirkung mehr oder minder bedeutender Personen. Mitunter wird einem der betreffende Zeitgenosse im Zuge einer solchen Betrachtung auch erst richtig fremd. Von Anfang bis Ende im Diffusen aber bleibt der Gegenstand von Michael Kolnbergers Dokumentation: der 1914 im heutigen Moldawien geborene und 1981 in Salzburg gestorbene Igor Alexander Caruso, der 1946 den Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse gründete und damit im Heimatland der Freudschen Lehre Pionierarbeit leistete.
Statt die facettenreichen Erkenntnisse eines vielstimmigen Chores zu vermitteln, ergibt sich aus der Vielfalt der mit zahlreichen Gesprächspartnern angerissenen Themen lediglich ein unentschieden und unorganisiert wir­kendes Gebrabbel. Das hinterlässt einen umso faderen Eindruck, als über Carusos Monate an der Wiener „Euthanasie“-Anstalt Am Spiegelgrund mit denkbar schwammig gehaltenen Mutmaßungen hinweggegangen wird.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Michael Kolnberger

tip-Bewertung:
Uninteressant

Orte und Zeiten: „Igor Caruso – Ein Porträt“ im Kino in Berlin 

Igor Caruso – Ein Porträt, Österreich 2008; Regie: Michael Kolnberger; Farbe, 96 Minuten

Kinostart: 20. August

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