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Im Kino: „Im Labyrinth des Schweigens“

Im Labyrinth des Schweigens

In Christian Petzolds Film „Phoenix“ konnte man kürzlich im Nachspann die Widmung „Für Fritz Bauer“ lesen. In „Im Labyrinth des Schweigens“ wird der einstige hessische Generalstaatsanwalt, der die Frankfurter Auschwitzprozesse iniitierte, von Gert Voss mit Präsenz und Understatement verkörpert. Das trifft auch auf die anderen Darsteller dieses Films zu, der mit großer Akribie den Muff der 1950er-Jahre rekonstruiert, die „bleierne Gesellschaft“, in der man die nationalsozialistische Vergangenheit totschwieg.
Im Zentrum steht Johann Radmann, ein junger Staatsanwalt, der durch das Insistieren des Journalisten Thomas Gnielka, die Begegnung mit dem KZ-Überlebenden Simon Kirsch und auf Initiative des Generalstaatsanwaltes Fritz Bauer mit den Ermittlungen gegen jene Männer beginnt, die im Konzentrationslager Auschwitz Dienst taten. Ein aufrüttelndes Stück Zeitgeschichte.

Text: Frank Arnold

Foto: Heike Ullrich / CWP Film / Universal Pictures

Orte und Zeiten: „Im Labyrinth des Schweigens“ im Kino in Berlin

Im Labyrinth des Schweigens, Deutschland 2014; Regie: Giulio Ricciarelli; ?Darsteller: Alexander Fehling (Johann Radmann), Andrй Szymanski (Thomas Gnielka), Friederike Becht (Marlene Wondrak); 123 Min.

Kinostart: Do, 06. November 2014

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