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Im Kino: „Im Regen des Südens“

Im Regen des Südens

Alma steht gerade im Stau, als ein Mann ihre Autotür öffnet und sie um Hilfe bittet. Er möchte nicht von der Polizei überprüft werden, die offensichtlich jemanden sucht. Und so kommt eine Bekanntschaft zustande, deren Rätsel die argentinische Regisseurin Paula Hernбndez in „Im Regen des Südens“ nur zum Teil auflöst. Eines ist sicher: Alma ist gerade in einer tiefen Lebenskrise, sie hat ihren Partner Andrйs verlassen („mehr als nur verlassen“), sie schläft im Auto, und sie findet in diesem Roberto einen Wahlverwandten für ein paar Tage. Woher seine Wunde an der Hand stammt, ist eine der offenen Fragen, die für Spannung sorgen. Aber im Grunde ist dies ein Film, der vor allem durch seine Atmosphäre überzeugen will, durch die beschlagenen Scheiben im nie aufhörenden Regen in Buenos Aires, die manchmal fast surreal wirkenden Orte, an denen Alma (Valeria Bertucelli) und Roberto (Ernesto Alterio) einander für eine flüchtige Weile ganz nahe kommen. Mit seinem mysteriösen Existenzialismus ist „Im Regen des Südens“ ein gutes Beispiel für das junge argentinische Kino.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Im Regen des Südens“ im Kino in Berlin

Im Regen des Südens (Lluvia), Argentinien 2008; Regie: Paula Hernбndez; Darsteller: Valeria Bertuccelli (Alma), Ernesto Alterio (Roberto), Matнas Umpierrez; 110 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 5. Mai

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