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Im Kino: „Imagine Waking Up and All Music Has Disappeared“

Im Kino:

Mit ungebremstem Sampling und subversiven Ideen haben KLF vor 25 Jahren eine Raver-Generation infiltriert, gewannen 1992 den BRIT Award, um sich dann flugs aufzulösen. Damit nicht genug, verbrannten sie im Zuge eines Kunstprojekts eine Million Pfund und formten aus der Asche einen Ziegel. Den findet man heute im häuslichen Chaos von Gründungsmitglied Bill Drummond.
Als Leiter des größten Chors der Welt – The 17 – nimmt er den Schweizer Dokumentarfilmer Stefan Schwietert auf einem Trip quer durch England mit. „Imagine Waking Up Tomorrow and All Music Has Disappeared“ heißt das packende Resultat, in dem Drummond wie nebenbei von der Zeit vor und mit KLF erzählt und immer wieder Mitglieder für The 17 ad hoc rekrutiert: Bauarbeiter, Kirchgänger, Erntehelfer, Schüler singen drei Minuten lang eine bestimmte Tonfolge. Das aufgezeichnete Ergebnis mixt er später zu einem Stück, das nur ein einziges Mal auf einem umtosten Felsen zu hören zu sein wird. Kunst. Und konsequent.    

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Real Fiction Filme

Orte und Zeiten: „Imagine Waking Up and All Music Has Disappeared“ im Kino in Berlin

Imagine Waking Up and All Music Has Disappeared, Schweiz/Deutschland 2015; Regie: Stefan Schwietert; 86 Minuten

Kinostart: Do, 22. Oktober 2015

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