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Im Kino: „Immer Ärger mit 40“

Immer Ärger mit 40

Früher war es die böse Zahl 30, die einen schweißgebadet aus dem Schlaf hochschrecken ließ. Heute findet, glaubt man Regisseur Judd Apatow, der Realitäts-Check erst zehn Jahre später statt – nämlich mit 40. Und da so etwas bekanntlich wenig Freude bereitet, beschließt Debbie (Leslie Mann), gar nicht erst 40 zu werden. So steht auf der Geburtstagstorte eine andere Zahl, eine, die mehr Optimismus verspricht. Dass dieser Plan nicht ganz aufgeht, ist einige Minuten vor dem „Happy Birthday“ zu beobachten: Da kauert Debbie leicht überspannt mit Kippe und verheultem Gesicht im Zimmer und bereitet sich emotional auf das vor, was folgt – die kleine Feierlichkeit im Kreise der Familie. Diese wiederum kümmert sich herzlich wenig um Debbies Ausnahmezustand: Die beiden Töchter interessieren sich eher für die Serie „Lost“, die man 2013 auf dem iPad guckt, und Gatte Pete (Paul Rudd) versucht, die aufgetürmten Cupcakes nicht allzu gierig anzustarren. Istzustand demnach: wenig zufriedenstellend. Pedantisch und nicht selten zotig inspiziert Apatow („Funny People“, „Knocked Up“) einen US-amerikanischen Familien- und Ehealltag. Bisweilen jedoch erschreckend treffsicher.

Text: Carolin Weidner

Foto: Suzanne Hanover / Universal Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Immer Ärger mit 40“ im Kino in Berlin

Immer Ärger mit 40 (This is 40), USA 2012; Regie: Judd Apatow; Darsteller: Paul Rudd (Pete), Leslie Mann (Debbie), John
Lithgow (Oliver); 134 Minuten; FSK 12

Kinostart: 14. März

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