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Im Kino: „Inherent Vice“

Inherent Vice

„Am Morgen ein Joint, und der Tag ist dein Freund.“ Nach dieser Devise lebt der Privatdetektiv Doc Sportelle (Joaquin Phoenix mit Mörderkoteletten), der in einen sagenhaft komplizierten Fall verwickelt wird: Ein abgängiger Immobilienmogul, eine abwesende Freundin, ein merkwürdiges Sanatorium spielen dabei eine Rolle. Insgesamt ist in „Inherent Vice“, der relativ konzentrierten Verfilmung eines ausschweifenden Romans von Thomas Pynchon, alles merkwürdig. Dabei sind Anspielungen auf den klassischen Film Noir klar erkennbar, nur deren Zweck ist unklar: Will Anderson sich hier über etwas lustig machen, oder will er einfach zeigen, wie die Welt und das Erzählen von Geschichten aussehen würden, wenn alles immer hinter einer Wolke der Betäubung liegen würde? Ein amüsanter, in seiner Ziellosigkeit aber auch teilnahmslos lassender Film.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Michael Muller / 2014 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC-DUNE ENTERTAINMENT LLC  ALL RIGHTS RESERVED

Orte und Zeiten: „Inherent Vice“ im Kino in Berlin

Inherent Vice, USA 2014; Regie: Paul Thomas Anderson; Darsteller: Joaquin Phoenix (Doc Sportello), Josh Brolin (Lt. Det. Christian F. -„Bigfoot“ Bjornsen), Katherine Waterston (Shasta Fay Hepworth); 149 Min.

Kinostart: Do, 12. Februar 2015

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