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Im Kino: „Iron Man 3“

Iron Man 3

Nach dem in „The Avengers“ dargestellten Schicksalskampf wackerer Superhelden gegen Bösewichter und Außerirdische in New York steckt Tony Stark (Robert Downey Jr.) in der tiefen Sinnkrise. Er kann nicht schlafen und leidet unter Panikattacken, statt an seiner Beziehung mit Freundin Pepper (Gwyneth Paltrow) zu arbeiten, bastelt er an immer neuen und besseren Iron Man-Anzügen. Die Sorgen sind begründet: als sich Stark mit dem Terror-Fürsten „Der Mandarin“ (Ben Kingsley) anlegt, nutzen dem Milliardär und Erfinder Wohlstand und technisches Knowhow wenig.
Shane Black, Autor („Lethal Weapon“), Regisseur und langjähriger Skript-Doktor, holt Tony Stark raus aus der Iron Man-Dose und ersetzt das Marvel-typische Zirkus-Spektakel mit eigenwilligem Humor und, ja, auch Gefühl durch Innenansichten eines Getriebenen. Perfekt ist „Iron Man 3“ nicht – die Rahmenhandlung ist etwas wackelig (wo sind Starks Avengers-Kumpel?), ein Gegenspieler Starks (Guy Pearce) bleibt fades Klischee. Aber Black erzählt seine Geschichte mit Schwung und gibt dem Helden hübsch Brüche: Statt um Weltrettung geht es um Selbstfindung, um Sein statt Design. Etwas Medienkritik und 80er-Jahre-Sarkasmus sind auch nicht verkehrt.

Text: Thomas Klein

Foto: TM & 2013 Marvel & Subs

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Iron Man 3“ im Kino in Berlin

Iron Man 3, USA/China 2013; Regie: Shane Black; Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark/Iron Man), Gwyneth Paltrow (Pepper Potts), Ben Kingsley (Der Mandarin), Guy Pearce (Aldrich Killian); 130 Minuten

Kinostart: 01. Mai

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