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Im Kino: „Jack Ryan: Shadow Recruit“

Jack Ryan: Shadow Recruit

Jack is back! Für seinen fünften Kinoeinsatz wurde der CIA-Analytiker einer Verjüngungskur unterzogen – nichts Neues für Hauptdarsteller Chris Pine, der die Prozedur schon von „Star Trek“ kennt, wo er in die Fußstapfen von William Shatner trat. Hier beerbt er Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck. Verglichen mit seinen Vorgängern kommt dieser Film über weite Strecken wie ein Kammerspiel daher: ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ryan und einem russischen Oligarchen (von Regisseur Branagh zwischen Understatement und großer Oper verkörpert), der die USA mit einem Terroranschlag in ein wirtschaftliches Chaos stürzen und dabei auch eine persönliche Rechnung begleichen will. Was in Moskauer Bürogebäuden und Edelrestaurants beginnt, endet auf den Straßen von New York: nicht das auf große Schauwerte setzende Actionkino, das die Leser der Tom-Clancy-Romane erwarten dürften, vielmehr solide Genrekost, in der anfangs sogar kritische Worte über die CIA fallen. Angesichts des Legitimationsverlustes staatlicher Geheimdienste 2014 offenbar eine bittere Notwendigkeit.

Text: Frank Arnold

Foto: Anatoliy Vorobev / Paramount Pictures Corporation 2014

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Jack Ryan: Shadow Recruit“ im Kino in Berlin

Jack Ryan: Shadow Recruit, ?USA 2013; Regie: Kenneth Branagh; Darsteller: Chris Pine (Jack Ryan), Keira Knightley (Cathy Muller), Kenneth Branagh (Viktor Cherevin); ?106 Minuten; FSK 12

Kinostart: 27. Februar

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