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Im Kino: „Jimmy\s Hall“

Jimmy's Hall

Der irische Kommunist Jimmy Gralton kehrt nach zehn Jahren Exil in die Heimat zurück. Einst war er im Zuge einer Auseinandersetzung mit den klerikal-faschistoiden Kräften der irischen Provinz nach New York geflohen. Für Kirche und Konservative ist der progressive Gralton der leibhaftige Satan, für viele Dorfbewohner hingegen die einzige Hoffnung auf Emanzipation. Stein des Anstoßes ist eine Halle, in der Jimmy und seine Freunde Tanzabende abhalten und in der frei nach Marx „jeder nach seinen Fähigkeiten“ etwas zum Wohl der Gemeinde beitragen kann. Die reaktionäre Front versucht das sozialistische Idyll zu hintertreiben.
Ken Loachs vielleicht letzter Spielfilm „Jimmy‘s Hall“ (angelaufen im Wettbewerb von Cannes) improvisiert über historisch Verbürgtes und offenbart noch einmal den Idealismus des linksaktivistischen Altmeisters. Leider ist der Film zu betulich geraten; die manichäische Grundkonstellation verhindert komplexe Charaktere. Bei weitem nicht Loachs bester Film, macht „Jimmy‘s Hall“ aber immerhin gute Laune.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Joss Barratt / Sixteen Films

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Jimmy’s Hall“ im Kino in Berlin

Jimmy’s Hall, Großbritannien 2014; Regie: Ken Loach; Darsteller: Barry Ward, Simone Kirby; 109 Min.

Kinostart: Do 14.08.2014

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