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Im Kino: „John Carpenter\s The Ward“

The Ward

Auch zehn Jahre nach seinem letzten Kinofilm „Ghosts of Mars“ hat Klassiker-Regisseur John Carpenter („Halloween“) seine Kunst noch nicht verlernt. Auch in „The Ward“, einem Schocker in einem psychiatrischen Krankenhaus, geht es weniger um die Spezialeffekte als um den Schrecken, der sich in der klassischen Kunst der Inszenierung ausdrückt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist die, dass das Drehbuch (für das er nicht verantwortlich zeichnet) wie eine B-Variante eines erfolgreichen Hollywoodfilms aus dem vergangenen Jahr wirkt – seinen Titel zu nennen, würde bedeuten, die markante Pointe zu verraten.
So also darf der Zuschauer eine Zeitlang rätseln, was im North Bond Psychiatric Hospital vorgeht: Ist es wirklich der Geist einer früheren Insassin, der hier Rache nimmt an den Mädchen? Und was hat Kristin damit zu tun, die zu Beginn eingewiesen wird, weil sie ein Farmhaus in Brand gesteckt hat, sich aber an nichts mehr erinnern kann, was zuvor passierte? Diese Fragen spannend in der Schwebe zu halten, das kann Carpenter noch immer.

Text: Frank Arnold

Foto: Concorde Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „The Ward“ im Kino in Berlin

John Carpenter’s The Ward (The Ward), USA 2010; Regie: John Carpenter; Darsteller: Amber Heard (Kristin), Mamie Gummer (Emily), Danielle Panabaker (Sarah); 91 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. September

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