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Im Kino: „Keine gute Tat“

Keine gute Tat

Doch als ein Psychiater ihm Intelligenz, aber auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bescheinigt, wird sein Antrag abgelehnt – zu Recht, denn auf dem Rücktransport ins Gefängnis tötet er die beiden Wachleute. Als nächstes ist seine Ex-Freundin dran und dann strandet er nach einem Autounfall im Haus einer ehemaligen Anwältin, deren Mann gerade abwesend ist. Das sieht für einen Augenblick nach einem intellektuellen Kräftemessen aus, aber auch wenn das Drehbuch von einer Frau stammt, geht es am Ende, nachdem der Eindringling seine Charme-Maske hat fallen lassen, bloß um ein physisches Kräftemessen. Zusammen mit der schematischen Figurenzeichnung ergibt das einen wenig spannenden Thriller, den auch der sonst so verlässliche Idris Elba („Mandela“) nicht retten kann. So erfreulich die Zusammenarbeit zwischen ihm und Regisseur Sam Miller bei der BBC-Serie „Luther“ war, so enttäuschend ist dieser Film.

Text: Frank Arnold

Foto: 2014 Sony Pictures Releasing GmbH

Orte und Zeiten: „Keine gute Tat“ im Kino in Berlin

Keine gute Tat (No Good Deed), USA 2014; Regie: Sam Miller; Darsteller: Taraji P. Henson (Terry), Idris Elba (Colin Evans), Leslie Bibb (Meg),; 84 Min.

Kinostart: Do, 20. November 2014

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