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Im Kino: „Kingsman: The Secret Service“

Kingsman: The Secret Service

Dass Colin Firth ein idealer Bond wäre, davon ist man nach „Kingsman“ wegen einer Szene überzeugt. Darin demonstriert er als Top-Agent Harry Hart, dass er Ironie, Coolness und elegante Britishness mit der Fähigkeit vereint, knallhart seine Gegner zu erledigen. Insgesamt tritt er jedoch etwas in den Hintergrund, geht es doch eigentlich um den jungen Eggsy (Taron Egerton), der als Agentennachwuchs für die Kingsman-Geheimorganisation rekrutiert wird und schließlich zur Weltrettung antritt. Denn der Medien-Mogul und Mega-Schurke Valentine (enervierend: Samuel L. Jackson) will die Menschheit über Smartphones auslöschen. Regisseur Matthew Vaughn, der sich hier nach „Kick Ass“ erneut einen Comic von Mark Millar vornimmt, überdreht viele der bekannten Agentenversatzstücke und kann das Versprechen auf den augenzwinkernden Spaß und die spielerischen Einfälle doch nicht spielfilmlang einlösen. Nach dem höchst unterhaltsamen Start verliert sich der Film stattdessen zwischen Brutalitätsschüben, Action und Spezialeffekten in zu viel Blockbustergetöse.

Text: Sascha Rettig

Foto: 2015 Twentieth Century Fox

Orte und Zeiten: „Kingsman: The Secret Service“ im Kino in Berlin

Kingsman: The Secret Service, Großbritannien 2014; Regie: Matthew Vaughn; Darsteller: Colin Firth (Harry Hart), Samuel L. Jackson (Richard Valentine), Mark Strong (Merlin); 129 Min.

Kinostart: Do, 12. März 2015

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