Kino & Stream

Im Kino: „Klitschko“

Klitschko

Zum erst kürzlich in den Kinos gelaufenen Spielfilm „The Fighter“ bietet „Klitschko“ gewissermaßen das dokumentarische Gegenstück. Auch hier geht es um ein Brüderpaar, dessen kombinierte Intelligenz den Gegnern im Boxring zu schaffen macht. Dem Klischee vom Boxer als eher tumben Giganten stellt der Film den Boxer als Philosophen gegenüber, mit Doktortitel und Vielsprachigkeit (das Schachspiel ist eine weitere Gemeinsamkeit der Brüder). Entsprechend entfaltet der Film viele Facetten, vom humanitären und politischen Engagement der Brüder über die Freundschaft zu einstigen Gegnern bis hin zur engen Verbundenheit mit ihren Eltern. Aber auch die unterschiedlichen Stile im Ring, die gelegentlichen Rückschläge in ihren Karrieren und die Gefahren des Sports kommen zur Sprache, das Boxgeschäft allerdings eher am Rande. Die Auswahl der Gesprächspartner bleibt dabei überschaubar, dafür dürfen sie dankenswerterweise in ausführlichen Statements zu Worte kommen. Wäre nicht die erschreckende Großaufnahme einer klaffenden Wunde über dem Auge, die einmal das Bild füllt, würde der Film dem Sport sicherlich zahlreiche neue Fans zuführen.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Klitschko“ im Kino in Berlin

Klitschko, Deutschland 2011; Regie: Sebastian Dehnhardt; Darsteller: Wladimir u. Vitali Klitschko, Henry Maske; 116 Minuten; FSK 12

Kinostart: 16. Juni

Mehr über Cookies erfahren