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Im Kino: „Knock Knock“

Knock Knock

Ein übers Wochenende allein zu Haus hockender Bilderbuch-Familienvater wird von zwei ordinären Verführerinnen heimgesucht, die sich dreist in seiner Villa einnisten und den unbeholfen reagierenden Mann mit perversem Vergnügen demütigen und quälen. Keanu Reeves niveaulose Opferrolle in diesem inhaltlich substanzlosen, schleppend inszenierten Femdom-Softporno markieren einen schauspielerischen Tiefpunkt in der Karriere des Stars. Er agiert unnatürlich wie ein Anfänger und muss sich auf peinliche Szenen mit dem schwatzhaften Duo Infernal einlassen, deren sadistische Anführerin von der chilenischen Ehefrau des Filmemachers Eli Roth (er drehte auch den Folterfilm „Hostel“) verkörpert wird. Dem in Sachen masochistische Fantasien unbedarften Zuschauer wird allenfalls das quälende Gefühl vermittelt, seine Zeit zu verschwenden.

Text: Ralph Umard

Foto: SquareOne / Universum

Orte und Zeiten: „Knock Knock“ im Kino in Berlin

Knock Knock, Chile/USA 2015; Regie: Eli Roth; Darsteller: Keanu Reeves (Evan Webber), Ana Celia de Armas (Bel), Lorenza Izzo (Genesis); 100 Minunten

Kinostart: Do, 10. Dezember 2015

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