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Im Kino: „Königin im Ring“

Koenigin-im-RingDenn als die Karlsruherin 1994 erstmals in den Profi-Ring stieg, war in der Macho-Sportart Boxen alles andere undenkbar. Warum Halmichs Weg zum Boxen dennoch fast etwas Zwangsläufiges hatte, erzählt der Dokumentarfilm „Königin im Ring“ von Simone Jung. Gutes Aussehen, großer Mut und eine unglaubliche Disziplin: Es brauchte wohl genau diese Kombination an Eigenschaften, um als Pionierin des deutschen Frauenboxsports in die Annalen der Geschichte einzugehen. Außerdem, das zeigen Interview-Ausschnitte, ist Regina Halmich eloquent, hat Humor und kennt wenige Berührungsängste. Als der Moderator Stefan Raab sie zum Showkampf gegen ihn aufforderte, brach sie ihm mit einem gezielten Hieb kurz mal eben die Nase. Die Kämpfe der Weltmeisterin im Fliegengewicht waren fortan Publikumsmagneten, aus 56 Kämpfen ging sie 54 Mal als Siegerin hervor. Auch ihren letzten Kampf gegen die Israelin Hagar Shmoulefeld Finer, dessen Vorbereitung wie ein roter Faden durch den Film läuft, gewinnt die Karlsruherin, wenn auch knapp. Eine wahre Heldinnen-Saga eben.

Text: Eva Apraku
tip-Bewertung: Sehenswert
Foto: Kai-Wiehagen

Orte und Zeiten: „Königin im Ring“ im Kino in Berlin

Königin im Ring Deutschland 2008; Regie: Simone Jung; 90 Minuten

Kinostart: 3. Juni

NEUSTARTS IN BERLIN

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