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Im Kino: „Labor Day“

Labor Day

Extreme Qualitätsschwankungen gab es in Jason Reitmans Filmografie bislang noch nicht. Vom Debüt „Thank You for Smoking“ bis zuletzt „Young Adult“ drehte er verlässlich interessante Indie-Komödien, die ein smarter bis sarkastischer Humor einte und die oft melancholisch grundiert waren. Mit der Romanverfilmung „Labor Day“ erforscht er nun zwar weiter einige seiner Lieblingsmotive, ändert aber Genre und Ton. In Richtung Thriller? Das könnte man anfangs vermuten, wenn Josh Brolin als flüchtiger Häftling Frank im Supermarkt den jungen Henry und dessen Mutter Adele (Kate Winslet) dazu bringt, ihn bei sich zu verstecken.
Im Einfamilienhaus entwickeln Frank und Adele allerdings sehr schnell sehr intensive Gefühle füreinander. „Labor Day“ changiert zwischen Coming-of-Age-Anklängen und Liebesgeschichte mit melodramatischer Schlagseite. Dass der Film nicht in die Seifigkeit einer Nicholas-Sparks-Adaption abschmiert, liegt in erster Linie an den Darstellern, allen voran Kate Winslet.

Text: Sascha Rettig

Foto: Dale Robinette / MMXIV Paramount Pictures Corporation and Frank’s Pie Company LLC. / Paramount_Pictures

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Labor Day“ im Kino in Berlin

Labor Day?, USA 2013; Regie: Jason Reitman; Darsteller: Kate Winslet (Adele), Josh Brolin (Frank), Clark Gregg (Gerald); 112 Minuten; FSK 6

Kinostart: 8. Mai

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