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Im Kino: „Liebe im Gepäck“ von David E. Talbert

Die äußerst attraktive Stewardess Montana Moore will unbedingt heiraten, um dem Willen ihrer despotischen Mutter zu entsprechen. Ihre Kollegen arrangieren diverse, vermeintlich zufällige Begegnungen mit Montanas Ex-Freunden, die zwar optisch allesamt ansprechend, menschlich aber komplette Idioten sind. Am Ende wird es dann der Jugendfreund und Nachbar, was dem Zuschauer von der ersten Szene an überdeutlich suggeriert wird – lautet der Nachname des sensiblen und zugleich männlichen William doch tatsächlich „Wright“; die Phonetik weist also den Weg zu Mr. Richtig.
„Liebe im Gepäck“ ist eine ästhetische Beleidigung, ein jämmerliches Stück Film, das ohne Übertreibung noch die hinterletzten Groschenromane an Banalität und Schwulst überbietet. Optisch und inhaltlich ist das Ganze auf dem Niveau eines überkommenen R&B-Clips gehalten. Anderthalb Stunden muss man attraktiven, langweiligen Plastikmenschen dabei zusehen, wie sie sich gegenseitig umwerben. An der glatten Schönheit hat man sich nach spätestens einer Minute sattgesehen, die Langeweile aber bleibt bis zum Schluss.

Text: Christop David Piorkowski

Foto: 2013 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Ärgerlich

Orte und Zeiten: „Liebe im Gepäck“ im Kino in Berlin

Liebe im Gepäck (Baggage Claim), USA 2013; Regie: David E. Talbert; Darsteller: Paula Patton (Montana Moore), Derek Luke (William Wright), Taye Diggs (Langston Jefferson Battle III); 97 Minuten; FSK 0

Kinostart: 15. Mai

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