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Im Kino: „Liebe und andere Turbulenzen“

Liebe und andere Turbulenzen

Italiener sind Schürzenjäger, Franzosen die besten Liebhaber, deutsche Frauen sind patent und bodenständig – solche nationalen Vorurteile greift Autor und Regisseur Jeremy Leven in seinem lahmen Lustspiel auf, um eine amouröse Beziehungskrise auf Boulevardtheaterniveau ohne Esprit in Szene zu setzen. Ein patriotischer italienischer Touristenbusfahrer in Paris bereitet seiner adretten deutschen Verlobten Liebeskummer, als er sich auf den ersten Blick in eine entzückende Französin verguckt. Die banale Handlung schleppt sich mit schwunglosem Timing ohne erkennbare Höhepunkte dahin, das Geschwätz der Darsteller klingt gekünstelt. Hauptdarsteller Vincenzo Amato, ein aus Sizilien stammender Bildhauer, der nebenbei als Mime jobbt, spielt laienhaft und befangen, einzig Nora Tschirner als seine vernachlässigte Geliebte vermag Emotionen natürlich und glaubhaft auszudrücken. Mit gelegentlicher flotter Musikuntermalung wird versucht, den Film ein wenig in Fahrt zu bringen – vergeblich.

Text: Ralph Umard

Foto: Wiedemann & Berg

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Liebe und andere Turbulenzen“ im Kino in Berlin

Liebe und andere Turbulenzen, Deutschland 2013; Regie: Jeremy Leven; Darsteller: Nora Tschirner (Greta), Vincenzo Amato (Paolo), Paddy Considine (Derek)

Kinostart: 7. März

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