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Im Kino: „Lola gegen den Rest der Welt“

Lola gegen den Rest der Welt

Es beginnt zunächst fast wie klassisches Hollywoodkino: Lola (Greta Gerwig) bekommt einen Heiratsantrag von ihrem Freund Luke (Joel Kinnaman) und sagt begeistert ja, es folgen frenetische Hochzeitsplanungen und Brautkleidanproben. Nach ein paar Minuten Filmzeit wird sie allerdings kurz vor dem großen Tag aus heiterem Himmel verlassen, verfällt in ein Trauerkoma, isst Chips, betrinkt sich, hinterfragt ihr Leben, hat Sex mit anderen Männern, lässt sich von ihrer besten Freundin trösten. Und so weiter. Und irgendwann ist alles nicht mehr so schlimm, und Lola hat ein bisschen an Selbsterkenntnis gewonnen.
„Lola gegen den Rest der Welt“ ist so etwas wie das Independent-Gegenstück zur romantischen Hollywood-Komödie; als solches ist der Film ein bisschen unspektakulär, aber durchaus charmant und stellenweise witzig. Und er wird von einer starken und interessanten Schauspielerin getragen, Greta Gerwig, die aus der Ultra-Independent-Ecke der sogenannten Mumblecore-Filme kommt (Freunde filmen Freunde in ihren Wohnzimmern), mittlerweile aber zunehmend auch in den Mainstream hinüberwechselt.

Text: Catherine Newmark

Foto: 2012 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Lola gegen den Rest der Welt“ im Kino in Berlin

Lola gegen den Rest der Welt (Lola versus), USA 2012; Regie: Daryl Wein; Darsteller: Greta Gerwig (Lola), Joel Kinnaman (Luke), Zoe Lister Jones (Alice); 87 Minuten; FSK 12

Kinostart: 13. Dezember

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