• Kino & Stream
  • Im Kino: „Love & Engineering“ von Tomislav Hristov

Kino & Stream

Im Kino: „Love & Engineering“ von Tomislav Hristov

Vier Computerspezialisten um die dreißig, die ihrem Junggesellendasein ein Ende bereiten wollen, unterziehen sich unter der Leitung eines weiteren Computerspezialisten einem zweijährigen Feldversuch. Ziel ist „die Überwindung der Firewall einer Frau„, vulgo: Flirten und Erobern. Dahinter steht zum einen der Gedanke, dass die Angst des Nerds vor dem wunderlichen Wesen Weib schwindet, wenn er sich die Sache mit der Anbandelung als Programmierproblem vorstellt. Und zum anderen die Überlegung, dass die romantische Vorstellung von der Liebe nichts weiter ist als eine Verklärung der physiologischen Prozesse, die der Zuneigung von Mann und Frau letztlich zugrunde liegen. In der Folge deklinieren die vier hoffnungsvollen Boyfriends mal mehr, mal weniger erfolgreich das ganze Vokabular der Balzrituale durch. Am Ende wartet die markerschütternde Erkenntnis, dass der Mensch zwar ein biologischen In-stinkten und Reflexen unterworfenes Wesen ist, die Liebe aber sich hartnäckig dem rein naturwissenschaftlichen Zugriff entzieht.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Filmtank Audience

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Love & Engineering“ im Kino in Berlin

Love & Engineering, Deutschland/Finnland/Bulgarien 2013; Regie: Tomislav Hristov; 84 Minuten; FSK 0

Kinostart: 5. Juni

Mehr über Cookies erfahren