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Im Kino: „Love & Mercy“

Love & Mercy

„Schwieriges Genie“ – diese Bezeichnung trifft auf Brian Wilson zu. Der kreative Kopf der Beach Boys, die Anfang der Sechzigerjahre als braungebrannte Surfer kalifornische Lockerheit verkörperten („Surfin’ U.?S.?A.“), konnte den Tourneen immer weniger abgewinnen und bastelte lieber mit Studiomusikern an seinen komplexen Klanggebilden („Heroes and Villains“, „Good Vibrations“), die den anderen Bandmitgliedern als zu wenig kommerziell galten. Psychisch schwer erkrankt, von wechselnden Stimmungen geprägt, zwischen Psychopharmaka und Fast Food schwankend, wurde Wilson in den Achtzigerjahren zum Einsiedler, zudem abhängig von einem Arzt und Psychologen, der nicht ganz uneigennützig handelte, bis er sich schließlich wieder fing. Dem Film gelingt es, sowohl das musikalische Genie als auch den psychisch Erkrankten zu zeigen – nicht zuletzt mit der Idee, zwei unterschiedliche Darsteller einzusetzen.

Text: Frank Arnold

Foto: Francois Duhamel / Studiocanal

Orte und Zeiten: „Love & Mercy“ im Kino in Berlin

Love & Mercy, USA 2014; Regie: Bill Pohlad; D: John Cusack (Brian Wilson/1980er-Jahre), Paul Dano (Brian Wilson/1960er-Jahre), Elizabeth Banks (Melinda Ledbetter); 122 Minuten

Kinostart: Do, 11. Juni 2015

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Regisseur Bill Pohlad

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