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Im Kino: „Madame empfiehlt sich“

Madame empfiehlt sich

Eigentlich ist es bereits eine Binsenweisheit, dass das Leben im Rentenalter nicht plötzlich vorbei ist. Zwei französische Filme haben sich in letzter Zeit des Themas trotzdem angenommen. Nach Fanny Ardant in „Die schönen Tage“ darf nun auch Catherine Deneuve in „Madame empfiehlt sich“ den Ausbruch aus der Routine zelebrieren und eine Rundumerneuerung des Lebens jenseits der sechzig einfordern. Denn die Heldin Bettie hat plötzlich die Nase voll vom schlecht laufenden Restaurant in der Bretagne und ihrer besserwisserischen Mutter und fährt ohne Ziel davon. Regisseurin Emmanuelle Bercot gestaltet eine Reihe von hübschen Begegnungen mit von Laien verkörperten Figuren: ein alter Mann, der ihr zittrig eine Zigarette rollt und von einer verlorenen Liebe auf dem Land erzählt; ein deutlich jüngerer Aufreißer in der Provinzdisco, mit dem Bettie betrunken ins Hotelbett fällt. Trotz des souveränen Stars ist „Madame empfiehlt sich“ allerdings nicht mehr als eine nette Petitesse.

Text: Lars Penning

Foto: Jean Marie Leroy / Wild Bunch Germany

tip-Bewerrtung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Madame empfiehlt sich“ im Kino in Berlin

Madame empfiehlt sich (Elle s’en va), ?Frankreich 2013; Regie: Emmanuelle Bercot; Darsteller: Catherine Deneuve (Bettie), Nemo Schiffman (Charly), Gerard Garouste (Alain); ?113 Minuten; FSK 6

Kinostart: 13. Februar

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