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Im Kino: „Mädchen im Eis“

Mädchen im Eis

Doch etwas ist hier schrecklich danebengegangen. Winja ist 20 und in die tiefste Eiswüste Russlands gereist, um in einem 80er-Jahre-Chic-Hotel ihren Lover zu überraschen. Doch der überrascht sie! – mit Ehefrau und Kind im Arm. Vor Ort ist noch der russische Schwerst-Reiche Wsewolod Starych. Der möchte die Welt retten und plant hierzu einen bombastischen Videoclip inklusive bedeutender Botschaft. Zur Ausstattung benötigt er Pinguine, die der selbst ernannte Allesbesorger Yegor organisieren soll. Kleines Problem: Die Pinguine sind tot.
Klingt konfus? Ist es auch. Und diese Verwirrung nimmt beim Sehen noch zu. Denn dieser unausgegorene Mix aus Liebesfilm, Satire und Eisroadmovie lässt einen derart ratlos zurück, dass man sich verwundert die Augen reibt. Figuren und Motivationen bleiben einem fremd. Oder ist das eine Annäherung von Inhalt und Form? Denn der Zuschauer schlingert ebenso hilflos durch diesen Quark wie die Hauptfigur Winja. Eine katastrophale Synchronisierung gibt dem aufwendigen Ganzen schließlich den Rest.

Text: RFD

Foto: X-Verleih

Orte und Zeiten: „Mädchen im Eis“ im Kino in Berlin

Mädchen im Eis, Deutschland/Russland 2014; Regie: Stefan Krohmer; Darsteller: Lucie Heinze (Winja), Alexei Guskow (Wsewolod Starych), Juri Kolokolnikow (Yegor); 90 Minuten

Kinostart: Do, 21. Mai 2015

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