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Im Kino: „Made in Ash“

Made in Ash

Sie überträgt Bilder ins Internet. Manchmal stellt sich eine junge Frau vor diese Kamera, Dorotka, damit ihr Freund sie von seinem PC in der Slowakei aus beobachten kann. Aber das ist nicht das Schlimmste. Dorotka ist nach ihrem Schulabschluss nach Tschechien gekommen, in der Hoffnung, als Näherin etwas Geld zu verdienen. Im slowakischen Bardejow nämlich sah es düster aus. Doch auch in Aљ gehen bald die Lichter aus. Für Dorotka führt kein Weg zurück, und so treibt sie gemeinsam mit ihrer Kette rauchenden Freundin Silvia hinein in das beklemmende Grenzland-Schlamassel, wo vergleichsweise wohlhabende Deutsche die Mädchen mit ein paar Restaurant-Einladungen zu bezirzen versuchen. „Made in Ash“ schlingert irgendwo zwischen Dokumentar- und Spielfilm und zeigt bedrückende biographische Drehmomente.

Text: Carolin Weidner

Foto: Peripher Film

Orte und Zeiten: „Made in Ash“ im Kino in Berlin

Made in Ash (Az do mesta as), Slowakei 2012; Regie: Iveta Grуfуva; Darsteller: Dorotka Billa (Dorotka), Silvia Halusicovб (Silvia); 80 Minuten

Kinostart: Do, 11. Juni 2015

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