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Im Kino: „Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen“

Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen

Fast schon trivial beginnt die Geschichte um eine Familie in Paris. Der Vater ist ein algerischer Lebensmittelhändler, die Mutter ist autochthone Französin und Psychologin, die ihre Nachbarn umsonst therapiert. Hilfsbereitschaft als höchstes Gut wird auch ihren Kindern, Hanna und Hakim, abverlangt. Während sich Hakim vom schwächlichen Brillenträger zum muskelgestählten Muslim mausert, bleibt Hanna Single und verdient als Personalchefin recht gut. Ihr Problem: Sie missversteht Sex als Trostpflaster und kann zu keinem Nein sagen. Selbst dann nicht als ihr erkrankter Bruder dringend eine Niere braucht. ?Der wiederum verteufelt ihren ?Lebensstil und will von ihr nicht gerettet werden.
Die Komödie von Regisseurin Baya Kasmi umgarnt das Publikum mit leichter Nettigkeit, bevor sie in Rückblenden tragische Details eines Geschwisterkonflikts enthüllt. Eine groteske Allegorie auf die Identitätskonflikte von ?Migranten.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: X Verleih

Orte und Zeiten: „Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen“ im Kino in Berlin

Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen (Je Suis А Vous Tout de Suite), Frankreich 2015; Regie: Baya Kasmi; Darsteller: Vimala Pons (Hanna), Mehdi Djaadi (Hakim), Agnиs Jaoui (Mutter); 100 Minuten

Kinostart: Do, 14. Januar 2015

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