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Im Kino: „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“

Mandela - Der lange Weg zur Freiheit

Am selben Abend, als in London die Weltpremiere des Films über sein Leben gefeiert wurde, verstarb Nelson Mandela in Johannesburg. Auch ohne diese Randnotiz erinnert Justin Chadwicks Film an eine andächtige Geschichtslektion. Chronologisch durchschreitet der britische Regisseur die Etappen von Mandelas wendungsreichem, komplexem Leben, begonnen mit dem Beschneidungsritual des Teenagers in seinem Heimatdorf über seine Zeit als junger Anwalt, die lange Haftstrafe bis hin zu dessen Wahl als Präsident. An vielen Originalschauplätzen gedreht, liefert der Film ein sorgfältig bebildertes Porträt mit Idris Elba im Zentrum eines starken Cast. Um seinen prallen Stoff aber vollständig abarbeiten zu können, hält sich der Film nirgends länger auf als nötig; selbst über eine so prägnante Bruchstelle in Mandelas Leben wie die tiefe Entfremdung zwischen ihm und seiner Frau Winnie nach Jahrzehnten der Trennung geht der Film mit staatstragender Zielstrebigkeit hinweg.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Senator Film

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ im Kino in Berlin

Mandela – Der lange Weg zur Freiheit (Mandela: Long Walk To Freedom)?, USA/Südafrika 2013; Regie: Justin Chadwick; Darsteller: Idris Elba ?(Nelson Mandela), Naomie Harris (Winnie Mandela), Tony Kgoroge ?(Walter Sisulu); 147 Minuten; FSK 12

Kinostart: 30. Januar

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