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Im Kino: „Marcello, Marcello“

MarcelloMarcelloEs gibt nur einen Weg, die Schöne zu erringen: Er muss dem alten Dorfbrauch folgen und ihrem Vater ein Geschenk bringen, das die Geschenke aller anderen Verehrer übertrifft. Marcello will den Hahn kaufen, der jeden Morgen den Bürgermeister aus dem süßen Schlaf reißt. Damit der Plan gelingt, ist eine lange Kette von Tauschgeschäften im Dorf vonnöten, in deren Verlauf einige typisch neapolitanische Filmfiguren aufeinander treffen. Nicht nur der einfältige Padre muss trickreich überrumpelt werden, auch verunglückte Liebesgeschichten kommen ans Licht und alte Streitereien im Dorf werden augenzwinkernd beigelegt. Wenn sich ein Film im Pittoreskmodus der 50er-Jahre bewegt, muss er sich natürlich für die sentimentalen Einzelstories und deren kunsthandwerkliche Verflechtung nicht rechtfertigen. Es sei denn, er will mehr sein als eine hübsch fotografierte, naive Geschichte unter mediterraner Sonne.

Text: Iris Depping

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: Marcello, Marcello“ im Kino in Berlin

Marcello, Marcello Deutschland/Schweiz 2008; Regie: Denis Rabaglia; Darsteller: Francesco Mistichelli (Marcello Romei), Elena Cucci (Elena Del Ponte), Luigi Petrazzuolo (Pasquale); 97 Minuten

Kinostart: 10. Juni

NEUSTARTS IN BERLIN

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