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Im Kino: „Midsummer Madness“

Livia (Maria de Medeiros) aus Frankreich landet mit Toni (Domi­nique Pinon) in Lettland und wähnt sich in Litauen, wohin sie die Asche ihres verstorbenen Gatten bringen will. Curt (Orlando Wells) aus den USA weiß, wo er landet, viel mehr jedoch nicht. Karl (Roland Düringer) und Axel (Detlev Buck) sind für fragwürdige Geschäfte nach Lettland gekommen, die Stewardess Aida (Chulpan Khamatova), um den Eltern ihren aktuellen Lover, den Beinahe-Japaner Yuki (Benito Sambo) vorzustellen, während zwei Liverpooler Feuerwehrmänner ihre lettischen Kollegen besuchen wollen. In den Reisemotiven lauert das Drama. Doch leider sollen die einzelnen Geschichten irgendwie miteinander verknüpft werden und sich die Wege der Protagonisten kreuzen. Da bleibt wenig Zeit für die wirklichen Höhepunkte, für den Taxifahrer Oskars (Gundars Abolins) und das merkwürdige Trio Livia, Toni und Peteris (Tobias Moretti), die dem Film einen lakonischen Witz geben könnten, wenn die gnadenlos schlechte Synchronisation dies nicht sofort unterbinden würde. So wird „Midsummer Madness“ zu einer Verkettung vertaner Chancen.

Text: Nicolaus Schröder

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Midsummer Madness“ im Kino in Berlin

Midsummer Madness (Janu Nakts), Österreich/Großbritannien/ Lettland 2007; Regie: Alexander Hahn; Darsteller: Maria de Medeiros (Livia), Gundars Abolins (Oskars), Dzintars Belogrudovs (Berzinsh); Farbe, 88 Minuten

Kinostart: 8. Oktober

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