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Im Kino: „Mittwoch 04:45“

Im Kino:

Krisen haben immer auch eine Geographie. Der griechische Unternehmer Stelios, der aus Leidenschaft eine Jazzbar betreibt, hat sich mit einem rumänischen Geldverleiher eingelassen. Nun steht er mit fast 150 000 Euro in der Kreide, die Zeit drängt, und er muss sich von dem Kredithai auch noch Aufträge aufhalsen lassen. So soll er bei dem albanischen Betreiber einer Stripbar etwas abholen, worauf der ziemlich unwirsch reagiert.
Alexis Alexiou erzählt in „Mittwoch 4:45“ das Protokoll dieser kritischen Tage, in denen Stelios seine Existenz zu retten versucht, ohne dass seine Familie dabei merken soll, dass diese auf dem Spiel steht. Das Ergebnis ist ein dichter Thriller, zu dem eine ausgezeichnete Kameraarbeit nicht wenig beiträgt: Immer wieder entfalten sich in „Mittwoch 04:45“ Tableaus der Bedrohung, die repräsentativ für ein Land sind, das insgesamt unter Hochdruck steht.   

Text: Bert Rebhandl

Foto: Neue Visionen

Orte und Zeiten: Mittwoch 04:45

Tetari 04:45 (OT) GR/D/IL 2015; R: Alexis Alexiou; D: Stelios Mainas (Stelios), Adam Bousdoukos (Der Fahrer), Mimi Branescu (Der Rumäne); 117 Min.

Kinostart: Do, 4. Februar 2016

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