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Im Kino: Monsters vs. Aliens

Monsters vs. AliensDer jüngste Dreamworks-Ani­mationsfilm ist die Speerspitze der digitalen 3D-Revolution, jedenfalls, wenn man Produzent Jeffrey Katzenberg folgt. Der Plot hingegen ist doch eher konventionell: Der Außerirdische Galaxhar bedroht die Welt, sein gewaltiger Kampfroboter ist weder durch 80er-Jahre-Key­board-Melodien noch die konzentrierte Macht des US-Militärs aufzuhalten. Marschbefehl für eine bunte Truppe – die „Monster“. Neben dem Amphibien-Macho Missing Link, dem irren Wissenschaftler Dr. Kakerlake, dem gewaltigen wie sensiblen Ungeheuer Insectosaurus und dem Schleimhaufen B.O.B. gehört da auch Susan Murphy dazu. Seit einem Meteoriteneinschlag kurz vor ihrer Hochzeit ist sie gut 15 Meter groß und eher verschreckt, kaum hat sie das schräge Team kennengelernt, soll sie schon die Welt retten.
„Monsters vs. Aliens“ verbindet ein eher albernes Spiel mit den Genreklischees und -figuren vergangener Tage mit der technische Innovation modernster 3D-Animation (die in Berlin in ihrer plastischen Pracht nur in ausgewählten Kinos zu sehen ist). Serviert wird das im etwas behäbigen, wohl voll kindgerechtem Charme vergangener Disney-Filme – Individualität und Freundschaft sind wichtig, man soll sich gut fühlen, auch wenn man anders ist. Das ist nicht verkehrt, aber auch etwas wenig: Hier gibt es keinen doppelten Boden und keinen anarchischen Subtext, nur perfekte, glänzende Oberflächen in bis zu drei Dimensionen.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Annehmbar

Monsters vs. Aliens, USA 2009; Regie: Rob Letterman und Conrad Vernon; Farbe, 96 Minuten

Kinostart: 2. April 2009

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