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Im Kino: „My Dog Killer“

My Dog Killer

Ziemlich genau 24 Stunden umfasst die Geschichte von „My Dog Killer“. Die aus der Slowakei stammende Regisseurin Mira Fornay erzählt von einem jungen Mann namens Marek, der seine soziale Not durch das Training eines Hundes kompensiert, der ihm auch bei einer Gruppe lokaler Rechtsradikaler Anerkennung einbringen soll.
Doch die familiäre Situation von Marek, die sich allmählich aus Dialogen und Details erkennen lässt, macht ihn zu einer Figur, die nirgends richtig dazugehört: Seine Eltern leben getrennt, die Mutter hat einen jüngeren Sohn, der in der dörflichen Welt von „My Dog Killer“ verhasst ist, weil sein Vater zum Volk der Roma gehört.
In einer protokollarischen Erzählweise, wie sie für das neuere Festivalkino typisch ist, erzählt Mira Fornay von den Wegen, die Marek an diesem Tag zurücklegen muss: Er braucht Benzin für sein Moped, er muss zum Boxtraining, er soll von seiner Mutter die Papiere holen, die ihre Einwilligung in den Verkauf eines Weinbergs bestätigen. Bei all dem entwickelt sich allmählich das Drama, das sich dann im Dunkel der Nacht zuspitzt. Ein dichter, beklemmender Film.

Text: Bert Rebhandl

Foto: temperclayfilm 2014

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „My Dog Killer“ im Kino in Berlin

My Dog Killer (Mфj pes killer), ?Slowakei/Tschechien 2013; ?Regie: Mira Fornay; Darsteller: Adam Mihal (Marko), Irina ?Bendova (Marika), Libor Filo (Lukas); 90 Minuten; FSK k.?A.

Kinostart: 20. März

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