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Im Kino: „My Stuff – Was brauchst Du wirklich?“

My Stuff - Was brauchst Du wirklich?

Der finnische Filmemacher Petri Luukkainen fragt sich, was ihn wohl glücklich macht. So etwas fragt man sich natürlich nur, wenn man gerade unglücklich ist. Könnte es etwas von den vielen materiellen Dingen sein, die er besitzt? Petri wagt den zu dokumentierenden Selbstversuch: Er lagert all seine Habseligkeiten ein und verspricht sich, ein Jahr lang pro Tag nur jeweils einen Gegenstand wieder zurückzuholen. Da muss man zunächst einmal praktische Lösungen finden, der Mantel wird so gleichermaßen zu Bekleidung, Schlafsack und Handtuch. Doch nach ein paar Tagen holt Petri nur noch alle paar Tage Sachen, irgendwann stellt er sein Experiment ganz infrage (hält aber durch): Offenbar kann man ganz gut ohne materielle Dinge auskommen. Dafür treten zwischenmenschliche Aspekte in Gestalt einer neuen Freundin in den Mittelpunkt, welche die eigentlich vorhersehbaren Antworten auf die eingangs formulierte Frage geben. Dazu hätte es allerdings keines Experiments bedurft, sondern nur der Gespräche mit seiner lebensklugen Oma: „Sachen schaffen noch kein Zuhause. Das muss woanders herkommen.“

Text: Lars Penning

Foto: RISE AND SHINE CINEMA

Orte und Zeiten: „My Stuff – Was brauchst Du wirklich?“ im Kino in Berlin

My Stuff – Was brauchst Du wirklich? (Tavarataivas), Finnland 2013; Regie: Petri Luukkainen; 83 Min.

Kinostart: Do, 05. März 2015

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