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Im Kino: „My Sweet Pepper Land“

My Sweet Pepper

Nicht einmal eine Brücke gibt es mehr im nördlichen Zipfel des Iraks, in den es den ehemaligen kurdischen Freiheitskämpfer Baran verschlägt, der dort die vakante Sheriffstelle übernimmt. Auch die Lehrerin Govend versucht hier Fuß zu fassen; sie wird von einem kriminellen Patriarchat ebenso angefeindet wie der mutige Baran. Angesiedelt in grandioser Landschaft mit weiten Tälern, schwelgt der Film in großen Kinobildern. Dass Regisseur Hiner Saleem seine Geschichte als Western inszeniert, bietet sich wie von selbst an. Dem modernen Thema des Widerstreits alter und neuer Kräfte im Irak aber nimmt das an Zugkraft, die Figuren bleiben dem Genre verhaftet.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Rapid Eye Movies

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „My Sweet Pepper Land“ im Kino in Berlin

My Sweet Pepper Land?, Frankreich/Deutschland 2013; Regie: Hiner Saleem; Darsteller: Golshifteh Farahani, Korkmaz Arslan; ?94 Minuten; FSK 12

Kinostart: 27. März

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