Kino & Stream

Im Kino: „No Land’s Song“

Im Kino:

Nur Frauenstimmen auf der ­Bühne vor einem gemischten Pub­likum – im Iran seit der Revolution 1979 verboten. Sara setzt sich das ehrgeizige Ziel, mit Musikern und Sängerinnen aus dem Iran, Marokko und Frankreich trotzdem ein Konzert in Teheran aufzuführen. Wegbereiterin ist Qamar-ol-Moluk Vaziri, eine iranische Sängerin aus den 20er-Jahren, Saras Vorbild. Hürden sind zu nehmen: Absprachen beim Kulturministerium, Prüfung der geladenen Künstler – und mindestens ein Mann auf der Bühne ist zwingend.
Die Verhandlungen im Ministerium, durch ein verstecktes Aufnahmegerät dokumentiert, zeugen von Mitarbeitern zwischen Gesetzestreue und persönlicher Einstellung. Das Unverständnis der französischen Musiker über die strikten Auflagen ist deutlich zu spüren – und doch versichern sie ihre Solidarät.
Der preisgekrönte Film lässt in die iranische Musikwelt blicken, ohne dabei überheblich zu wirken. Der Kulturschock und die Solidarität unter den Künstlern ist der Beweis: Musik verbindet.?   

Text: Thomas Schmidt

Foto: Basis Filmverleih

Orte und Zeiten: No Land’s Song

No Land’s Song D/FR 2014, 91 Min., R: Ayat Najafi

Kinostart: Do, 10. März 2016

Mehr über Cookies erfahren