Kino & Stream

Im Kino: „Noise and Resistance“

Noise And Resistance

Es geht um eine Alternative zum Status quo. Wenn in „Noise and Resistance“ Politpunks zwischen Moskau und Barcelona das „Do It Yourself“-Prinzip beschreiben, merkt man die Schwierigkeit, präzise Worte für die Utopie zu finden. Viel direkter erzählen da ihre Konzertszenen von der Haltung, lieber zu stören als zu buckeln, laut zu bleiben statt einzuknicken. Gedacht als Hommage an die in den 70ern gewachsene Subkultur um Agitprop-Truppen wie die ebenfalls interviewten lebensklugen Hippie-Punks Crass, stolpert der Film mitunter über seinen loyalen Ansatz: alle gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen ohne Gegenfragen – und oft auch ohne echte Statements zu einem linken Gegenentwurf.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Noise and Resistance“ im Kino in Berlin

Noise and Resistance, Deutschland 2011; Regie: Julia Ostertag, Francesca Araiza Andrade; 94 Minuten; FSK 12

Kinostart: 16. Juni

Mehr über Cookies erfahren