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Im Kino: „Nur für Personal“

Nur für Personal

Paris 1960. Ein Reisebus spuckt eine Ladung spanischer Frauen auf das großbürgerliche Pflaster. Bald werden sie als Haushaltshilfen bei denen arbeiten, die sie sich leisten können. Bei Jean-Louis Joubert zum Beispiel, Banker, verheiratet mit Suzanne, Vater zweier Söhne. Suzanne (Sandrine Kiberlain), einstiges Landei, hat sich erfolgreich in die Bourgeoisie eingefügt und pflegt nun all die Marotten einer Grande Dame. Ihr blässlicher Gatte hingegen erwacht zu neuem Leben, als Maria den alten Hausdrachen ersetzt. Maria (Natalia Verbeke) wohnt über ihm im sechsten Stock, zusammen mit weiteren spanischen Dienstmädchen, die trotz aller Widrigkeiten ihr Leben zu feiern wissen. Es dauert nicht lang, bis die anmutige Maria Jean-Louis (Fabrice Luchini) den Kopf verdreht.
„Nur für Personal“ von Philippe Le Guay ist eine harmlose, aber zärtliche Komödie über die Liebe und die Unterschiede zwischen Arm und Reich. Sie taucht ein in eine Zeit, die heute einfacher und überschaubarer erscheint, und bedient jene Retrofaszination, die gern über die Konflikte hinwegsieht, welche damals so viele aus Spanien vertrieben.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Concorde Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Nur für Personal“ im Kino in Berlin

Nur für Personal (Les femmes du 6иme etage), Frankreich 2011; Regie: Philippe Le Guay; Darsteller: Fabrice Luchini (Jean-Louis Joubert), Sandrine Kiberlain (Suzanne Joubert), Natalia Verbeke (Maria); 107 Minuten; FSK 0

Kinostart: 3. November

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