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Im Kino: „Ohne Limit“

Ohne Limit

Die Möglichkeiten, einen dummen Film zu drehen, sind grenzenlos, das beweist „Ohne Limit“ einmal mehr. Dabei ist die Ausgangsidee durchaus vielversprechend: Ein erfolgloser Schriftsteller erhält Zugang zu einer Designerdroge, die es ihm erlaubt, seine Gehirnkapazität zu hundert Prozent zu nutzen. Doch alles, was dem Kerl dazu einfällt, ist eine Blitzkarriere an der Börse: Aus einem unsympathisch selbstmitleidigen Verlierertypen wird umgehend ein unsympathischer Schnösel.
Das wäre vielleicht nicht das Schlimmste, wenn der Film überhaupt eine Haltung zu seiner Geschichte und den alsbald ziemlich blutigen Abenteuern des „Helden“ entwickeln würde: Ist das nun gut oder schlecht, ernst oder absurd, spannend oder komisch? Man weiß es nicht, denn die Stimmungen wechseln und widersprechen sich im Minutentakt. Selbst die sich aus der Geschichte eigentlich zwangsläufig ergebende Moral, dass einem das Leben am Ende immer irgendwie die Rechnung präsentiert, vermurkst der Film im Finale noch; was bleibt, sind einige wenige interessante Visualisierungen des Drogenflashs.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Ohne Limit“ im Kino in Berlin

Ohne Limit (Limitless), USA 2011; Regie: Neil Burger; Darsteller: Bradley Cooper (Eddie Morra), Abbie Cornish (Lindy), Robert De Niro (Carl Van Loon); 105 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 14. April

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