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Im Kino: „One Chance – einmal im Leben“

One Chance - Einmal im Leben

Sein Gebiss war krumm, die Figur pummelig und Selbstbewusstsein kaum vorhanden. Entsprechend skeptisch schauten die Juroren der TV-Casting-Show „Britain’s Got Talent“, als der Manager eines Carphone Warehouse in Wales 2007 die Bühne betrat. Doch dann sang Paul Potts die Arie „Nessun Dorma“ und rührte die Herzen von Jury und Publikum derart, dass er mit seinem Operngesang erst die Show gewann und anschließend über die Inselgrenzen Großbritanniens hinaus bekannt wurde. Aus dieser Geschichte ist nun lange nach Abflachen der Begeisterungswogen mit David Frankels „One Chance“ noch ein Film geworden. Der konzentriert sich auf Potts’ Leben vor dem Casting und zeigt ihn mit James Corden in der Hauptrolle als uneingeschränkten Sympathieträger, der unzählige Widerstände überwinden muss: von der Kritik seines Vaters, eines Stahlarbeiters, über gesundheitliche Rückschläge bis zum vernichtenden Urteil seines Idols Pavarotti, dass er doch niemals ein Opernsänger werden würde. Die Oper seines Lebens entfesselt dafür allerdings keine großen, tragischen Emotionen, sondern wird mit guter Besetzung im leicht konsumierbaren Feelgood-Format aufgeführt.

Text: Sascha Rettig

Foto: 2014 Concorde Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „One Chance – Einmal im Leben“ im Kino in Berlin

One Chance – Einmal im Leben (One Chance), ?Großbritannien/USA 2013; ?Regie: David Frankel; Darsteller: James Corden (Paul Potts), ?Alexandra Roach (Julie-Ann Cooper), Julie Walters (Yvonne Potts); 104 Minuten; FSK 6

Kinostart: 22. Mai

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