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Im Kino: „Pan“

Pan

Im Grunde ist dieser Film ein weiterer Verrat an der Figur des Peter Pan, den der schottische Schriftsteller J.M. Barrie 1902 als Roman- und Bühnenfigur nicht bloß für Kinder erfunden hatte. Mit dem Jungen, der sich im Nimmerland standhaft weigert, erwachsen zu werden, hat das kindgerechte CGI-Fantasy-Spektakel „Pan“ ungefähr so viel zu tun wie Disneys Tinkerbell-Filmreihe: Man borgt sich ein paar Namen und Schlüsselreize aus und erzählt etwas anderes.
Hier offenbar eine deutlich auf ein Sequel schielende Peter-Pan-Vorgeschichte, in der Peter (Levi Miller) und Captain Hook noch die besten Freunde sind und gemeinsam den bösen Piraten Blackbeard (Hugh Jackman) bekämpfen. Macht das Sinn? Egal. Abstrahiert man von der Peter-Pan-Story komplett, dann sieht man einen mit ziemlich spektakulären 3D-Effekten gefütterten Fantasy-Film, dem die wichtigsten Ingredienzien jedoch fehlen: Gefühl, Seele, interessante Charaktere. Nach dem Timing der Action-Sequenzen kann man die Uhr stellen.

Text: Lars Penning

Foto: 2015 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC-DUNE ENTERTAINMENT LLC

Orte und Zeiten: „Pan“ im Kino in Berlin

Pan, USA 2015; Regie: Joe Wright; Darsteller: Levi Miller (Peter Pan), Hugh Jackman (Blackbeard), Garrett Hedlund (Hook); 111 Minuten

Kinostart: Do, 08. Oktober 2015

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