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Im Kino: „Paris um jeden Preis“

Paris um jeden Preis

Auf halsbrecherischen Heels stöckelt sie durch die marokkanische Pampa und flucht dem Schicksal, das sie hierher verschlagen hat, in die Heimat, zurück in den Schoß der Familie. Maya nämlich arbeitet schon lange in der Pariser Modebranche, derart lange, dass sie schlicht vergaß, ihren Aufenthaltstitel zu verlängern. Und als das Versäumnis bei einer Verkehrskontrolle offenbar wird, sieht sich Maya unversehens abgeschoben. „Paris um jeden Preis“, mit dem die Hauptdarstellerin Reem ?Kherici ihr Regiedebüt gibt, böte jede Menge Möglichkeiten, sich – durchaus auch auf komödiantische Weise – mit den Folgen der europäischen Einwanderungspolitik zu beschäftigen. Mit absurden Regelungen, kulturellen Differenzen, Generationskonflikten. Doch nichts davon dringt durch die hektische Oberfläche der mit überflüssigen Nebenfiguren und entbehrlichen Erzählsträngen vollgestopften Handlung. Schema F regiert bis zum Allround-Happy-End in dem über die Maßen harmlosen Filmchen, in dem nicht einmal die Mode zu begeistern weiß.

Text: Alexandra Seitz

Foto: 2014 polyband Medien GmbH

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Paris um jeden Preis“ im Kino in Berlin

Paris um jeden Preis (Paris а tout prix), ?Frankreich 2013; Regie: Reem Kherici; Darsteller: Reem Kherici (Maya), Cйcile Cassel (Alexandra), Tarek Boudali (Tarek); 97 Minuten; FSK 0

Kinostart: 22. Mai

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