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Im Kino: „Perret in Frankreich und Algerien“

Perret in Frankreich und Algerien

Mit der Trilogie „Aufbruch der Moderne“ wird Heinz Emigholz seine Filme zum Thema Architektur beenden; in einem Gespräch mit Hanns Zischler zu seinem Überraschungserfolg „Parabeton“ hat der Regisseur bereits erklärt, dass aufgrund von sogenannten „Bildrechten an Gebäuden“ das Drehen derartiger Filme kaum mehr möglich sei. In „Perret in Frankreich und Algerien“, dem zweiten Teil der Trilogie, läuft Emigholz mit seiner Art des Architekturfilms jedoch noch einmal zu großer Form auf: 30 Gebäude der französischen Architekten und Bauingenieure Auguste und Gustave Perret erfasst Emigholz in der chronologischen Reihenfolge ihrer Entstehung in (überwiegend) starren Einstellungen (verpassen Sie nicht den erhebenden Kameraschwenk am Ende des Films!), vermisst durch die Montage der Bilder sodann den architektonischen Raum mit den Mitteln des Films und macht gleichzeitig die Autorenschaft der Architekten deutlich. Andererseits bettet Emigholz ebendiese Autoren-Architektur auch in kulturelle und soziale Zusammenhänge ein: Nutzung, Veränderung und der Lauf der Zeit werden sichtbar.

Text: Lars Penning

Foto: Filmgalerie 451

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Perret in Frankreich und Algerien“ im Kino in Berlin

Perret in Frankreich und Algerien, Deutschland 2012; Regie: Heinz Emigholz; 110 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. November

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