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Im Kino: „Pioneer“

Im Kino: Pioneer

Vor der Küste Norwegens findet eine Tauchexperiment statt, bei dem es zu einem tödlichen Unfall kommt. Die Öffentlichkeit soll davon nichts erfahren, von höchsten Stellen kommen Anweisungen, alles zu vertuschen. Die Geschichte von „Pioneer“ ist nicht immer richtig klar, was auch damit zusammenhängt, dass sie auf tatsächlichen Ereignissen in den frühen 1980er-Jahren beruht. Erik Skjoldbjжrg evoziert den klassischen 70er-Jahre-Paranoia- und Politthriller, dessen Merkmal es war, dass sich weder vor noch auf der Leinwand jemand auskannte. Fesselnd war die Sache trotzdem. Gleiches lässt sich nun auch über „Pioneer“ sagen, der mit einem beeindruckend gefinkelten Sounddesign sowie einem frischen, unpolierten visuellen Stil, der von der angeschmutzten Gelb-Blau-Grün-Palette noch unterstrichen wird, als Retro-Übung zu überzeugen weiß. Und so geht es, immer auf Augenhöhe mit dem ahnungslosen Protagonisten, in den Abgrund, wo die Monster lauern.    

 

Text: Alexandra Seitz

Foto: Erik Avatsmar/ Friland Produksjon AS/ Farbfilm Verleih

Orte und Zeiten: „Pioneer“ im Kino in Berlin

Pioneer, Norwegen/Schweden/Dänemark 2013; Regie: Erik Skjoldbjжrg; Darsteller: Aksel Hennie (Petter), Wes Bentley (Mike), Stephanie Sigman (Maria), Stephen Lang
(Ferris); 107 Minuten

Kinostart: Do, 30. Oktober 2014

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