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Im Kino: „Poltergeist“

Poltergeist

Schließlich ist die jüngste Tochter der Bowens, die gerade ihr neues Domizil bezogen haben, verschwunden. Sie taucht dann wieder auf, allerdings auf der anderen Seite des Fernsehgerätes. Dieses Haus hat es zweifellos in sich; wie man später erfährt, wurde es auf einem ehemaligen Friedhof errichtet, weshalb die Seelen der Toten keine Ruhe finden können und nun die Lebenden heimsuchen.
33 Jahre nach dem originalen „Poltergeist“ (Story und Produktion: Steven Spielberg, Regie: Tobe Hooper), der seinerzeit zwei Fortsetzungen nach sich zog, kommt jetzt ein Remake in die Kinos, an dem das Bemerkenswerteste ist, dass es ziemlich unspektakulär ist. Manche Einstellungen wurden 1:1 aus dem Original übernommen; dass die Tricktechnik heute ganz andere Kaliber auffahren könnte als damals, wird geflissentlich ignoriert. Da war sogar das Regiedebüt von Gil Kenan, der Animationsfilm „Monster House“, manchmal aufwändiger. Hier agieren die Darsteller Sam Rockwell, Rosemarie DeWitt und Jane Adams in alltagsgesättigter, unauffälliger Manier, einzig Jared Harris spielt, dank seiner Rolle als TV-Gastgeber einer Reality-Show, in einer etwas hochtourigeren Liga. Vernünftig, dass der Film auch hier nicht mit den eindringlichen und überlebensgroßen Performances von Zelda Rubinstein (aus dem Original) und Julian Beck (aus der Fortsetzung) zu konkurrieren versucht.

Text: Frank Arnold

Foto: 2015 Twentieth Century Fox

Orte und Zeiten: „Poltergeist“ im Kino in Berlin

Poltergeist, USA 2015; Regie: Gil Kenan; Darsteller: Sam Rockwell (Eric Bowen), Rosemarie DeWitt (Amy Bowen), Jane Adams (Dr. Brooke Powell), Jared Harris (Carrigan Burke); auch in 3-D; 93 Minuten

Kinostart: Do, 28. Mai 2015

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