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Im Kino: „Praunheim Memories“

Praunheim Memories

Der Künstlername, den sich Rosa von Praunheim als Filmemacher gab, bezieht sich auf einen Stadtteil in Frankfurt, in dem sich seine Eltern 1954 niederließen, nachdem sie aus Lettland über die DDR nach West-Deutschland gekommen war. Holger Mischwitzky, wie er damals noch hieß, war zwölf Jahre alt, als sich ihm diese Welt auftat. Und es muss toll gewesen sein, das merkt man jedenfalls den „Praunheim Memories“ an, der Film, mit dem Rosa von Praunheim seine autobiographischen Projekte fortsetzt. Eine heitere Milieustudie, die auch eine Hommage an das Deutschland des Wirtschaftswunders ist, und die sehr treffsicher verdeutlicht, aus wie vielen kleinen Milieus sich so eine Welt zusammensetzt. Rosa von Praunheim besucht seinen alten Deutschlehrer, und setzt seiner Muse, Nora Gräfin Stolberg zu Stolberg, gespielt von Rotraut Pape, ein Denkmal. Und natürlich geht es auch um ersten Sex und erste Werke.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Missing Films

Orte und Zeiten: „Praunheim Memories“ im Kino in Berlin

Praunheim Memories, Deutschland 2014; Regie: Rosa von Praunheim; 89 Minuten

Kinostart: Do, 08. Januar 2015

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