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Im Kino: „This Prison Where I Live“

This Prison Where I LiveFolter, fünf Jahre Einzelhaft und totales Berufsverbot hinderten den Bühnenkomiker, Kinostar, Regisseur, Autor und Dichter Maung Thura nicht daran, dem Londoner Dokumentarfilmer Rex Bloomstein heimlich Interviews und Kostproben seines Könnens zu geben. Die Aufnahmen, ge­dreht 2007 in Myanmars Hauptstadt Yangon, zeigen einen vitalen und freimütigen Bürgerrechtler, der trotz leidvoller Erfahrungen Humor und Zivilcourage beweist. Immer wieder kritisierte er das diktatorische Militärregime in seiner Heimat, wo er unter dem Künstlernamen Zarganar berühmt ist.
Nun reiste Bloomstein erneut nach Myanmar, zusammen mit dem deutschen Komödianten Michael Mittermeier, der die illegal gedrehten Interviewszenen sowie eigene Eindrücke seiner Reise kommentiert. Treffen kann er Zarganar nicht, der Bürgerrechtler sitzt derzeit wieder im Gefängnis, verurteilt zu 59 Jahren. So merkt man dem Film letztlich zu deutlich die Bemühung an, auf Kinolänge gebracht worden zu sein: Es mangelt sowohl ästhetisch wie inhaltlich an Substanz.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „This Prison Where I Live“ im Kino in Berlin

This Prison Where I Live, Deutschland/Großbritannien 2010; Regie: Rex Bloomstein; 90 Minuten

Kinostart: 21. Oktober

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