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Im Kino: „Raising Resistance“

Raising Resistance

Für die industrialisierte Landwirtschaft ist Soja eine der profitabelsten Pflanzen. Genveränderte Sorten, die allen möglichen Pestiziden und Herbiziden standhalten, ermöglichen es, mit wenigen Menschen, großen Maschinen und hochwirksamen Unkrautvernich­tern riesige Ernten einzufahren. In Paraguay begleiteten die Filmemacher Bettina Borgfeld und David Bernet landlose Campesinos in ihrem Kampf gegen die benachbarten Großgrundbesitzer. Die angerissenen Zusammenhänge von globaler Wirtschaft und lokaler Ausbeutung mit Umweltschäden und der Zerstörung dörflicher Gemeinwesen bleiben unbefriedigend. Die Abhängigkeit der industriellen Landwirtschaft von den Entwicklungen der Biotechnologie werden nur angedeutet. Dass von Errungenschaften der Gentechnik tatsächlich nur in der Industrielandwirtschaft ankommt, was der unmittelbaren Gewinnmaximierung dient – mit entsprechenden Folgen für die Umwelt –, wird vollkommen ausgeblendet. Zur schlichten Umsetzung des spannenden Themas passt die bieder gezupfte Gitarre, die vorzugsweise den Alltag der Campesinos begleitet. Mit „Raising Resistance“ machen es sich die Filmemacher leider zu einfach.

Text: Nicolaus Schröder

Foto: Marcus Winterbauer / Pandora Film

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Raising Resistance“ im Kino in Berlin

Raising Resistance, Deutschland/Schweiz 2011; Regie: Bettina Borgfeld, David Bernet; 85 Minuten; FSK 0

Kinostart: 3. Mai

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